Nov. 2025 | NUM Studiennetzwerk (NUM SN) des Netzwerks Universitätsmedizin
Das Fachnetzwerk Infektionen des NUM Studiennetzwerks gründet neue Arbeitsgruppe zu postinfektiösen Erkrankungen
Im Dezember 2025 gab das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) bekannt, dass eine neue Arbeitsgruppe zu postinfektiösen Erkrankungen gegründet wurde. Diese Arbeitsgruppe ist Teil des Fachnetzwerks Infektionen, das sich innerhalb des NUM Studiennetzwerks speziell mit der Erforschung von Infektionskrankheiten befasst.
Die neue Arbeitsgruppe möchte gezielt Erkrankungen untersuchen, die im Anschluss an eine Infektionserkrankung auftreten. Dazu gehören Erkrankungen wie Long COVID und Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS).
Geplant ist, Patientinnen und Patienten nicht mehr nur während der akuten Infektion, sondern auch danach über einen längeren Zeitraum zu begleiten. Dadurch können mögliche Langzeitfolgen erkannt und Zusammenhänge zwischen der ursprünglichen Infektion und späteren Beschwerden untersucht werden.
Die Forschung stützt sich auf verschiedene Informationsquellen: medizinische Daten, Berichte der Patientinnen und Patienten zu Behandlungsergebnissen sowie biologische Proben. So soll unter anderem geklärt werden, wie häufig postinfektiöse Erkrankungen auftreten, wer ein erhöhtes Risiko hat und welche möglichen Biomarker eine Rolle spielen. Auf dieser Basis sollen neue Behandlungsansätze und vorbeugende Maßnahmen geprüft werden.
Die Arbeitsgruppe ist offen für weitere Interessierte aus unterschiedlichen Fachrichtungen und soll fachübergreifend an verschiedenen Standorten wachsen.
NUM Studiennetzwerk (NUM SN) des Netzwerks Universitätsmedizin
Das NUM Studiennetzwerk stellt als Teil des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) die notwendige Infrastruktur für die Forschung bereit. Damit unterstützt es die Durchführung von klinischen und klinisch-epidemiologischen Studien. Im NUM führen alle 37 deutschen Standorte der Universitätsmedizin gemeinsam große klinische Forschungsprojekte durch, an denen verschiedene Fachgebiete beteiligt sind. Das Ziel des NUM Studiennetzwerks ist es, Prozesse zu optimieren, Forschende zusammenzubringen und Studien schneller durchzuführen. Innerhalb des NUM Studiennetzwerks beschäftigt sich das Fachnetzwerk Infektionen damit, zu verstehen, wie Infektionskrankheiten entstehen und wie man sie behandeln kann.
